15.03.2018 / Marcus Caduff / /

10 Fragen an Marcus Caduff

Willst du wissen, wieso Marcus Caduff Politiker wurde, wovor er sich am meisten fürchtet oder was er am wenigsten mag an seinem Job? Diese und weitere 7 Fragen beantwortet er in diesem Artikel.

Zu Marcus Caduff's Antworten

1. Warum bist du Politiker geworden?

Interessante Frage! Wann ist jemand Politiker? Ich engagiere mich, weil ich meinen Beitrag für diesen Kanton, für diese Gesellschaft leisten will. Weil ich mich für die Werte einsetzen möchte, welche ich als wichtig erachte. Ich setzte mich ein, weil es mir ein Anliegen ist, dass auch meine Kinder im Kanton Graubünden leben und arbeiten können. Wir haben das Privileg in einer Demokratie und in einem freien Land zu leben. Das ist nicht selbstverständlich und fordert auch Engagement von jedem einzelnen Bürger dieses Landes.

2. Warum politisierst du in der CVP?

Die CVP vertritt jene Werte, welche auch ich vertrete. Die CVP ist eine Partei der Mitte, welche nach Lösungen sucht und nicht Probleme bewirtschaftet. Die CVP ist jene Partei, welche nach gemeinsamen Lösungen für die ganze Gesellschaft sucht und nicht primär polarisiert und durch Sprüche auffällt. Die Politik der CVP basiert auf ein humanistisch-christlich geprägtes Menschenbild, was auch meinem Menschenbild entspricht.

3. Was war dein erstes Politisches Amt?

Mein erstes politisches Amt im engeren Sinne war Aktuar der CVP Lumnezia. Ich war jedoch bereits in der Jungmannschaft Morissen aktiv, durfte diese auch einige Jahren präsidieren. Dies war sozusagen mein erstes öffentliches Engagement.

4. Was war bisher das prägendste und lehrreichste Ereignis in deinem Leben?

Die Geburt der eigenen Kinder ist ein einschneidender Moment im Leben. Es ändert vieles. Verändert zum Teil auch die Sicht auf die Dinge und vor allem verschiebt es die Prioritäten im Leben. Lehrreich und prägend war für mich auch der Einsatz in Bosnien und Herzegowina kurz nach dem Krieg. Die Spuren und Wunden des Krieges waren noch allgegenwärtig. Es hat mir drastisch vor Augen geführt, was Krieg heisst, welches Leid es mit sich bringt und dies nicht allzu weit von der Schweiz entfernt.

5. Was nervt dich am meisten an deinem Job?

Im Grundsatz ist mein Job sehr abwechslungsreich. Jeder Tag erwartet mich eine neue Herausforderung. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich würde mir manchmal wünschen, dass ich mehr Zeit hätte, um neue Ideen, neue Projekte zu entwickeln.

6. Was machst du, wenn du nicht am Politisieren bist?

Den grössten Teil meiner Zeit verbringe ich mit der Arbeit. Und wenn nicht, bin ich am liebsten draussen in der Natur. Sei es skifahren, langlaufen, biken oder auch wandern. Noch schöner ist es, wenn ich dies mit der Familie tun kann.

7. Wovor fürchtest du dich am meisten?

Am meisten fürchte ich mich vor der Menschheit. Wir bauen für jährlich Billionen von Franken Waffen, um uns selbst und die Welt zu zerstören. Es gibt wohl keine andere Spezies und Lebensform, welche mit seinesgleichen so umgeht wie der Mensch. Wenn ich mich vor Augen führe zu welchen Gräueltaten die Menschheit an sich selber fähig ist, kann man sich nur davor fürchten.

8. Wie bereitest du dich auf eine Rede vor? Hast du ein Ritual oder einen Glücksbringer?

Ein Ritual oder einen Glücksbringer habe ich nicht. In der Regel bereite ich mich auf eine Rede vor, indem ich diese zuerst zu Papier bringe. Dann markiere ich mit Leuchtstift die wichtigsten Wörter damit ich diese während der Rede als Stichworte sehe. Um diese Stichworte versuche ich dann meine Rede frei zu halten. Oder ich notiere mir die Stichworte als Aufzählungspunkte oder in einem Mindmap und baue dann meine Rede um diese Stichworte auf.

9. Was fällt dir zu SABTAL (Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit) ein?

Wenn ich zu einem Thema keine Ahnung habe, dann stehe ich dazu. Nur weil ich mich politisch engagiere heisst das noch lange nicht, dass ich zu jedem Thema genau Bescheid weiss. Dazu kann ich auch stehen.

10. Wenn du am 10. Juni in die Regierung gewählt wirst, was wirst du als Erstes anpacken?

Hängt davon ab, welchem Departement ich vorstehen dürfte. Jedes Departement hat interessante und herausfordernde Themen, welche es anzupacken gilt. Sei dies in der Bildung, bei der Wirtschaftsförderung, bei der Raumplanung, im Gesundheitswesen, usw. Werde ich am 10. Juni in die Regierung gewählt, so ist meine erste Aufgaben dafür zu sorgen, dass die Geschäftsführung des Regionalspitals Surselva nahtlos einem Nachfolger übergeben werden kann.